Tobias Stember, der Inhaber der Conflag Digitaldruck & Werbetechnik e.K. aus Langenhagen erzählt lachend von Kunden, die bisweilen anrufen und genauso eine Fahne wollen, wie sie sie hier vor mehr als dreißig Jahren schon einmal bestellt haben. Das war sein Vorgängerunternehmen, das in der Wahrnehmung dieser Leute schon immer da war. Als er 2007 die traditionsreiche, in der Kaiserzeit 1876 gegründete Hannoversche Fahnenfabrik übernommen hat, konnte er nicht ahnen, wie lange Kundentreue andauern kann.
„Wir sind seit mehr als 17 Jahren im Digitaldruck unterwegs und haben uns vor allem im digitalen Sublimationsdruck auf Stoff einen Namen gemacht,“ sagt Tobias Stember. Verständlich, bilden doch Flaggen und Co. aufgrund der Geschichte im Fahnendruck das Herzensprodukt seines Unternehmens. Nach wie vor macht der Textildruck einen Großteil des Umsatzes aus. Doch längst mehr ausschließlich: denn die vielen flexiblen Bedruckstoffe wie Mesh, Frontlit und Blockout-Banner, die heute das Herz der Druckeinkäufer höherschlagen lassen, benötigen andere digitale Drucktechniken als den Sublimationsdruck.
Latexdruck im XXL-Format
Und hier kommen Fachhandelspartner Igepa Systems und Fachberater Hubert Bomblatus ins Spiel. UV oder Latex, das war die Frage, die sie zusammen mit Tobias Stember anhand seines Leistungsspektrums und seiner zukünftigen Ausrichtung durchdiskutiert hatten. Das Ergebnis ist die Anschaffung sowohl einer HP Latex FS50 mit einer Druckbreite von 320 cm als auch eines Rollsroller Applikators für die einfachere Weiterverarbeitung. Der Rollsroller fügt sich optimal ein in die bestehende Weiterverarbeitung mit vollautomatischer Ösenpresse, Schweißtechnik und Kedernähautomat und macht sie dadurch schlagkräftiger und effizienter.

„Der Grund war, unser Angebot um den superbreiten Digitaldruck mit drei Meter plus zu erweitern,“ erklärt Tobias Stember. Bisher hatte er Formate dieses Größe über externe Dienstleister bezogen und wollte aufgrund der gestiegenen Nachfrage diesen Geschäftszweig nun selbst in die Hand nehmen. Betriebswirtschaftlich kann er mit einer superbreiten Druckanlage im eigenen Haus einfacher und schneller als mit einem Digitaldrucker mit 160 cm Druckbreite produzieren. Beide Geräte, Drucker und Rollsroller, leisten dem Digitaldruck- und Werbetechnikbetrieb seit Mai 2025 gute Dienste. „Keine Klagen, alles passt,“ fasst Tobias Stember die Inbetriebnahme und Integration in den bestehenden Drucksaal zusammen.
Argument Umwelt und Farbauftrag
Die UV-Technik schied für ihn zum einen deshalb aus, weil ihre Umweltbilanz im Vergleich zum Latexdruck Defizite aufweist. „Latexdrucke riechen nicht und können so auch in Krankenhäusern und Schulen eingesetzt werden, die besondere Anforderungen an Druckerzeugnisse stellen. Das ist ein zusätzliches Verkaufsargument,“ erklärt Tobias Stember. Ein weiterer Vorteil des Latexdrucks ist die vierte Latex-Tintengeneration, die in dem neuen Drucker zum Einsatz kommt. Sie funktioniert vor allem sehr gut auf einer Vielzahl von Medien, haftet dort sehr gut, ist kratzfester und besitzt eine gute Flexibilität, lobt Tobias Stember.
Zukunftssicher drucken
Technologien ändern sich rasant – und Druckdienstleister wollen nicht, dass ihr Druckequipment allzu schnell veraltet. Investitionen in neue Drucksysteme sollten daher nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllen, sondern auch langfristig eine stabile Lösung bieten. Genau hier setzt HP mit der HP Latex FS Serie an.

Die neuen Drucksysteme, die seit 2025 auf dem Markt sind, wurden gezielt dafür entwickelt, langlebig, skalierbar und zukunftssicher zu sein. So lassen sich beispielsweise Modelle der HP Latex FS50 Serie problemlos mit großen 10-Liter-Tintenpatronen, Jumbo-Doppelrollen-Fähigkeit oder einer erweiterten Garantie nachrüsten. Damit wächst der Drucker mit den Anforderungen des Unternehmens – eine Investition, die sich langfristig rechnet.
Zurück in die Zukunft
Um noch einmal auf die Hannoversche Fahnenfabrik zurückzukommen: Laut Tobias Stember ging sie in den 1990-Jahren bis zu ihrem Ende im Jahr 2007 leider daran zugrunde, dass die damaligen Inhaber den Umstieg von den konventionellen Fertigungsweisen auf den Digitaldruck nicht geschafft bzw. falsch eingeschätzt hatten. Conflag (www.conflag.de) hatte nach deren Insolvenz den alten Kundenstamm übernommen. Und so kommt es eben vor, dass etwa Schützenvereine ihre Fahnen bei ihm ordern oder sich an ihre gute, alte Fahne erinnern – wie schon oben erwähnt.
Das Tagesgeschäft der fünf Conflag-Mitarbeiter jedoch sind neben Fahnen, Flaggen und Bannern werbetechnische Dienstleistungen wie Beschilderungen, Displays, Aufsteller für Events und Messen im Innen- und Außenbereich mit Schwerpunkt im Raum Hannover sowie in ganz Deutschland. Conflag und sein Endkunden-Online-Shop (www.prindu.com) verstehen sich als Komplettanbieter im Printbereich, als Full-Service-Druckerei mit hohem Qualitätsstandard. „Emotional bleiben wir dem Textildruck immer verbunden, doch das Rad der Technologie hat sich weitergedreht und wir uns mit ihm“, sagt Tobias Stember.

